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Hitzacker-Stadt-Spiele – ein Generations-Theater

 

Alte Menschen können auf einen großen Schatz an Geschichten und Geschichte zurückgreifen. Wer hing nicht gern als Kind an Omas Lippen wenn sie von „Früher“ plauderte?

Diese alten Damen treten allerdings nicht als die geschichtenerzählende Oma im Lehnstuhl auf. Sie setzten sich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinander und präsentieren selbstbewusst und voller Spielfreude ihre eigenwilligen Lösungen.

Die Hitzacker-Stadt-Spiele sind ein freies Generations-Theater und bestehen seit 2007. Ihre Stücke sind durchweg Eigenproduktionen mit multimedialem Inszenierungsansatz.

Das Ensemble zählt mittlerweile 12 Teilnehmerinnen im Alter zwischen 64 und 86 Jahren – in den vergangenen Produktionen beteiligten sich auch Jugendliche.

Die wöchentlichen Proben finden Mittwochs von 10-12:00 Uhr im KuBa statt.

Leitung und Regie: Ursula Pehlke. Texte und Bühne: Hauke Stichling-Pehlke

Kontakt unter: 05862-985079

Das „älteste“ Theater des Wendlands nahm die Arbeit 2007 auf.

Elder Hood

 

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Perdü

Perdü Foto

Generations-Theater wunderbar auf die Bühne gebracht von 12 Frauen zwischen 16 und 83 Jahren – das Leben im Wendland in drei Episoden 1950, 1980 und heute – die Geschichte der Landwirtschaft – wie die Frauen sie erlebt haben und noch erleben. Im Zentrum die Geschichte einer Frau: Anneliese – sie lebt eingebettet in die Dorfgesellschaft, die Nachbarinnen gehen in Ihrer Küche ein und aus. Ihr Leben und das Theaterstück sind durchwoben von den Geschichten und Gedanken der alten und jungen Frauen.

Anneliese lebt auf ihrem kleinen Hof, sie hat immer hier gelebt, wie schon ihre Eltern und Großeltern und – eigentlich ist da noch ihr Enkel Peer. Peer träumt in seiner virtuellen Welt, ist unerreichbar für Anneliese, ist perdü. Perdü droht auch der Hof zu gehen – drückend die Schuldenlast und „Geld war schon immer knapp“. Anneliese träumt von früher – vom jungen Mädchen in den 50zigern – Zwänge und Geborgenheit in der bäuerlichen Gesellschaft, erste Liebe und zarte Träume von Freiheit, von der weiten Welt. Träumt von der erwachsenen Frau, die immer noch von der Liebe träumt und – keine rosa Träume – davon, wie in den 1980er Jahren die bäuerliche Landwirtschaft in der Industriegesellschaft perdü geht. Während der inzwischen erwachsene Sohn (der von einer besseren Welt träumt) sich davonmacht – wie schon sein Vater. Heute – 2010 – sucht die Realität sie unbarmherzig heim, entwickelt sich zum Alptraum und droht, sie und ihre Vergangenheit zu verschlingen. Als schon alles perdü zu sein scheint, sorgt Anneliese doch noch für die überraschende Wende…

Mit „Perdü“ bringen die Hitzacker-Stadt-Spiele unter der Leitung von Ursula Pehlke ihr drittes selbstentwickeltes Stück auf die Bühne, präsentieren großes, multimediales Theater – das authentische Spiel der Schauspielerinnen, unterstützt von kurzen Filmimpressionen und Toneinspielungen, lässt die Grenze zwischen Biographie und Fiktion verschwimmen. Premiere 2012

Heimsuchung

ein multimediales Theaterstück

„Was erwarten Sie denn vom Alter?“ Der demografische Wandel als gesellschaftliches Problem ist in aller Munde. Was aber ist mit denen, die es betrifft? Von der Suche zwischen Gestern und Morgen, nach dem Lebensabend und den verschiedenen Formen des Zusammenlebens handelt das neue Stück des Generationstheaters Hitzacker-Stadt-Spiele:
6 alte Damen müssen aus unterschiedlichen Gründen aus der Stadt fort ziehen. Sie kommen nach Hitzacker, das durch seine Seniorenfreundlichkeit bekannt geworden ist. In einer Werbeveranstaltung der Senioren Management Verwaltungs GmbH wird aber deutlich, dass es sich um technisch und medizinisch hochentwickelte Aufbewahrungsorte handelt, eine Mixtur aus Orwells “1984“ und technokratischer Utopie. Die Damen springen im letzten Moment „von der Schippe“ und beginnen auf eigensinnige Weise neue Wege für ihren Lebensabend zu suchen. Premiere 2010

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Stadtführung durch Zeit und Raum

Anlässlich der 750 – Jahrfeier (2008) Hitzackers